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/ Börse - Seite 2

Handelszeiten
Bei den Handelszeiten an allen Börsen, wird unterschieden zwischen dem Parketthandel und dem Computerhandel (wie z. B. XETRA). Kleinere Börsen verfügen oftmals nur über den Parketthandel. Der Parketthandel beginnt in der Regel an allen Börsen um 09:00 Uhr Ortszeit und endet um 20:00 Uhr Ortszeit, der Handel auf XETRA endet bereits um 17.30 Uhr Ortszeit.

Mit einem EDV-gestützten Handelszeitenmanager kann man sich zusätzlich die Bearbeitung und Erstellung benutzerdefinierter Handelszeiten Sessions für einzelne Instrumente einstellen. Die benutzerdefinierte Session überschreibt die Session des Providers.

Beispiel: Der Provider liefert für den DAX-Index eine Handelszeitensession von 09:00 bis 20:00 Uhr. Da die nachbörslichen Kurse nach 17:45 Uhr nicht mehr so ins Gewicht fallen, kann man sich eine Session von 09:00 bis 17:46 Uhr erstellen. Alle nachbörslichen Kurse werden nun nicht mehr im Chart angezeigt, also ausgeblendet.

Gehandelte Gegenstände
Charakteristisch und unverzichtbar ist dabei die gleichwertige Beschaffenheit der Handelsinstrumente (Vertretbarkeit durch Standardisierung), die erst ein Handeln ohne deren Präsenz ermöglicht. Man unterscheidet je nach Art der gehandelten Gegenstände (Börsenware)

Wertpapiere (Wertpapierbörse)
Waren- (Produkt-), und Rohstoffe
Devisen-,
Dienstleistungs- und
Derivate-Börsen.
Für die Abwicklung von Lieferung und Zahlung haben sich zwischen den Marktteilnehmern teilweise nicht kodifizierte (festgeschriebene) Usancen gebildet. Daneben wurden in der letzten Zeit in Deutschland auch Anweisungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über die Mindestanforderungen im Handel mit Wertpapieren veröffentlicht (z. B. Aktien oder Obligationen).

Wichtige Börsen
International bedeutende Börsenplätze sind New York (New York Stock Exchange, New York Mercantile Exchange und die Computerbörse NASDAQ), London (London Stock Exchange und London Metal Exchange), Tokio, Frankfurt, Hong Kong (Hong Kong Stock Exchange), Singapur, Toronto, Euronext (Amsterdam, Paris, Lissabon und Brüssel) und Zürich (SWX Swiss Exchange). Die wichtigste Börse in Mittelosteuropa ist die polnische Warschauer Börse. In Österreich gibt es die Wiener Börse.

Die Frankfurter Wertpapierbörse
Die wichtigste Börse in Deutschland ist die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) (einschließlich der elektronischen Handelsplattform XETRA und EUREX). Ein Großteil des Aktienhandels in Deutschland wird über die FWB und XETRA abgewickelt (März 2005: Anteil am Handel mit deutschen Aktien rund 97 Prozent, bei ausländischen Aktien rund 78 Prozent). Die FWB hat eine lange Tradition. Sie wurde bereits 1585 gegründet und hat sich seitdem zu einem der führenden internationalen Handelsplätze für Aktien und Anleihen entwickelt. Trägerin der Frankfurter Wertpapierbörse ist die Deutsche Börse AG. Sie ist für den Betrieb der FWB zuständig.

Außerdem gibt es in Deutschland noch sieben weitere Börsenplätze:

Börse Stuttgart
Börse München
Hamburger Börse
Börse Düsseldorf
Warenterminbörse Hannover
Berliner Börse
Börse Bremen (als Teile der Börse Berlin-Bremen).
Die wichtigsten Börsen in den USA sind die American Stock Exchange (AMEX), die Chicago Mercantile Exchange (CME), die National Association of Securities Dealers Automated Quotations (NASDAQ), die New York Mercantile Exchange (NYMEX) und die New York Stock Exchange (NYSE).

Gründungsdaten diverser Börsen
Die Daten der folgenden Liste wurden den jeweils verlinkten Quellen entnommen. Details können dort entnommen werden:

Belgien, Börse Brügge, gegründet 1509.
Frankreich, Börse Lyon ungefähr 1540.
Deutschland, Augsburger Börse, gegründet 1540.
Deutschland, Hamburger Börse, gegründet 1558.
Großbritannien, London Stock Exchange, gegründet als "Royal Exchange" 1570
Deutschland, Frankfurter Wertpapierbörse 1585.
Niederlande, Amsterdam Beschluss zum Bau der Börse im Jahr 1607, Eröffnung 1611.
Deutschland, Berliner Börse, gegründet 1731.
Portugal, Börse Lissabon 1. Januar 1769.
Belgien, Brüssel 2. Juli 1801.
Norwegen, Osloer Börse, 1819
Deutschland, Börse München 1830.
Spanien, Bolsa de Madrid 10. September 1831.
Mexiko, erster Handel 1850.
Tschechien, Prag Erster Handel in der Produktenhalle 1861
Ungarn, Budapester Börse 1864
Brasilien, Sao Paulo Gründung im Jahr 1890.
Japan, Börse Tokio Gründung 1. April 1949 am Kabutocho.
China, Shanghai Stock Exchange (SSE) Gründung 26. November 1990.
Polen, Warschauer Börse 1. August 1991 Computerhandel.
Singapur, Singapore Exchange Limited (SGX) 1. Dezember 1999.
Österreich, Wiener Börse, gegründet 1771

Bedeutung der Börsen

Die weltweit größten Wertpapierbörsen (nach Handelsvolumen)
Die weltweit größten Wertpapierbörsen (nach Marktkapitalisierung)Die weltweiten Börsen sind mit einem täglichen Transaktionsvolumen von ca. 2 Billionen US-Dollar ein entscheidender Faktor der Weltwirtschaft.

Börsenkrach
Ein besonders starker Kursrückgang nicht einer einzelnen Aktie sondern einer ganzen Gruppe von Wertpapieren an nur einem Handelstag wird als Börsenkrach (auch: Börsencrash) bezeichnet. Er wird in der Regel ausgelöst durch negative Nachrichten oder Informationen, die zu panikartigen Verkäufen führen.

Von einem Krach spricht man, wenn die Kurse um mindestens zehn Prozent innerhalb eines Handelstages gefallen sind. Oft zieht ein Kurssturz an einer Börse die Kurse an anderen Börsen mit sich. Im Jahr 1929 geschah der heftigste Krach an Wall Street an "Black Monday" - am Montag, dem 28. Oktober 1929. Der Dow Jones Industrial Average fiel von 298,97 auf 260,64 Punkte. Im Oktober 1929 hat es viele schwarze Tage an der Wall Street gegeben, ein schwarzer Freitag war aber nicht dabei. Freitag, der 25. Oktober 1929, wird fälschlicherweise oft als "Schwarzer Freitag" bezeichnet. An dem Tag legte der Dow Jones Industrial Average jedoch 1,75 Punkte zu. Der berühmteste amerikanische Index stieg auf 301,22 von 299,47 am Tag zuvor.


Quelle: wikipedia.org

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